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Kurz-Chronik

Geschichte


Kurz-Chronik der OF Motten - Mariex von Peter Schmid

Chronik der Feuerwehr

Die Ortsfeuerwehr Motten-Mariex hat das Aufgabengebiet (Einsatzgebiet) in der Parzelle Mittelberg, die aus den Teilen Heimat, Motten, Mariex, Roßnis, Halden und Rungeletsch besteht. Es ist die größte Parzelle der Marktgemeinde Nenzing. Neben Landwirtschaft sind auch große Betriebe angesiedelt, die ebenfalls versorgt werden. Zu betreuen sind neben den vielen Wohnobjekten auch einige Klein- und Gewerbebetriebe, sowie große Objekte wie die ehemalige Kaserne welches lange Jahre als Flüchtlingsheim genutzt wurde, der Hubschrauberstützpunkt des ÖAMTC, sowie das Kraftwerk der Illwerke-VKW zu erwähnen. Eine besondere Herausforderung stellt die Firma Grabher 11er dar.

 

Auf Grund der geografischen Lage, sowie der Nähe zu Frastanz kam es schon seit Gründung zu einer engen Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren, besonders mit Frastanz. Unsere Wehr half aber auch schon seit der Gründerzeit bei Bränden in Feldkirch, Satteins, Göfis und selbstverständlich in Gurtis und Nenzing, wie aus den Protokollen ersichtlich ist. In dieser Zeit war es allerdings nicht so einfach diese Wegstrecken zu überwinden. Es mussten ja, neben der Alarmierung, zuerst die Pferde eingespannt werden und dann mit der „Feuerspritze“ zum Brandplatz gefahren werden.

 

Bereits am 6. April 1896 wurde bei der Alpversammlung im Schulhaus Halden, an der auch der damalige Gemeindevorsteher Josef Marte (aus Nenzing) teilnahm, von Johann Egger (Mariex) und Josef Geiger (Motten) der Antrag gestellt, eine vierrädrige Spritze für die neue Feuerwehr anzuschaffen, worauf nach eingehender Beratung eine zweirädrige Genehmigt wurde. Diese wurde dann bei der Firma Czermack in Teplitz bestellt und im Jahre 1897 geliefert und eingesetzt. Diese Spritze fand zuerst bei den Geschwistern Gabriel in Motten, später dann im Stickereilokal von Friedrich Matt in Mariex eine Unterkunft, bis ein eigenes Spritzenhaus gebaut wurde.

 

Da die Feuerwehr noch keinen Vereinsstatus hatte, wurde im Jahre 1899 eine „Organisierte Feuerwehr“ gegründet. 16 Mann wählten dann das Kommando. Aus Nenzing wurde Kleidung und Geräte geliefert. Erst im Jahre 1904 wurden Statuten erarbeitet und der Gemeinde vorgelegt, die diese auch genehmigten.

 

Am 18. Dezember 1905 wurden diese Statuten dem Vorsteher, zur Weitergabe an die Bezirkshauptmannschaft übergeben, was dann auch erfolgte. Schon am 16. Jänner 1906 erfolgte die Antwort der k. k. Bezirkshauptmannschaft in Bludenz mit Änderungswünschen. Dieser Revers wurde von der Gemeinde-Vorstehung laut Gemeindebeschluss vom 8. April 1907 ausgefertigt und nach Behebung der Mängel der k. k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz zur Vorlage an die hohe k. k. Statthalterei in Innsbruck zu gesendet. Nach Behebung von neuerlichen Fehlern wurden die Statuten am 17. Juni 1907 angenommen.

 

Im Frühjahr 1907 wurde bei der Firma Friedrich Blersch in Überlingen eine Vierräderige Saug- und Druckspritze bestellt. Im selben Jahr wurde die Feuerwehr in den Vorarlberger Feuerwehr-Gauverband aufgenommen.

 

1908 wurde eine seidengestickte Standarte angeschafft, die im Kloster Altenstadt gefertigt wurde.

 

1909 bekam die Wehr einen von Fried. Hummer in Nenzing angefertigter zweirädriger Leiterwagen.

 

Wie aus den vorstehenden kurzen Aufzeichnungen zu lesen ist, waren es im Jahre 1896 Männer, die sich um die Sicherheit der Bevölkerung Sorgen machten und versuchten diesen im Notfall zu helfen. Sie erkannten, dass nur ein starkes Miteinander den gewünschten Erfolg bringt und wollten eine Feuerwehr gründen. Dies wurde mit einigen Hürden dann auch bewerkstelligt. Die erste Zeit war nicht nur schwer für die Gründer, sondern auch durch verschiedene größere Einsätze geprägt. Das Einsatzgebiet erstreckte sich auch über die Ortsgrenzen hinaus und reichte neben dem Walgau auch bis Feldkirch. Man kann sich vorstellen dass bei der damaligen Ausrüstung die nachbarliche Löschhilfe mit Erschwernissen erfolgte. Erstens war die Alarmierung nicht einfach und zweitens war der Anfahrtsweg zum Brandobjekt oft mit Hindernissen verbunden.

 

Die Ortsfeuerwehr Motten-Mariex wird bis heute nicht nur gerufen wenn ein Haus brennt, sondern hat auch eine wichtige soziale Stelle im Gesellschaftlichen Leben der Parzelle Mittelberg.

 

Die Feuerwehr verfügt heute über ein Löschfahrzeug (LF) , sowie ein Tanklöschfahrzeug (TLF 1500).

 

Die Ortsfeuerwehr Motten-Mariex gehört dem Abschnitt 10 an. In diesem Abschnitt sind außerdem noch die Feuerwehren Gurtis, Liebherr und Nenzing zusammengefasst.

 

 

Zusammengestellt und recherchiert von ABI Peter Schmid

 

 


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